Holz und der gute Klang – Klangholz
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Klangholz
Aufgrund seiner guten akustischen Eigenschaften wird Holz im Musikinstrumentenbau eingesetzt.
Als Klangholz bezeichnet man Holz, das sich nach Art, Qualität und Lagerung für den Bau von Musikinstrumenten eignet.
Vorwiegend wird Holz verwendet, welches langsam gewachsen ist und dadurch enge Jahresringe hat. Es muss möglichst gerade gewachsen sein, wenige Äste aufweisen und seine Schallgeschwindigkeit sollte möglichst hoch sein. Instrumentenhölzer werden 30 – 40 Jahre getrocknet, damit sie spannungsfrei und zugfrei verarbeitet werden können.
Hölzer im Musikinstrumenten-Bau
Bei Gitarren und Geigen besteht die Resonanzdecke meist aus europäischer Fichte (Picea abies), seit neuer Zeit wird vor allem von amerikanischen Gitarrenbauern auch Redwood bei klassischen Gitarren eingesetzt. Bögen für Streichinstrumente werden oft aus südamerikanischem Schlangenholz, einem extrem harten, schweren und seltenen Maulbeergewächs, gefertigt. (zu Schlangenholz siehe auch „Holz hat Gewicht!“)
Hohe Geigenbaukunst und die Kleine Eiszeit
Zu den bekanntesten Geigenbauern zählt Amati aus Cremona, der Mitte des 16. Jahrhunderts die Cremoneser Geigenbauschule gründete. Zu einem der berühmtesten Schüler zählte auch Stradivari Ende des 17. Jahrhunderts.
Nach einer 2005 kolportierten Theorie waren die besonderen klimatischen Verhältnisse in Europa während der sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (16.–19. Jahrhundert) dafür verantwortlich, dass zum Instrumentenbau Holzqualitäten verwendet werden konnten, die es heute nicht mehr gibt. Die geringeren Durchschnittstemperaturen führten zu verändertem Baumwachstum mit geringerem Jahresringabstand und reduziertem Spätholzanteil (dunkler Jahresring).
Quelle: WIKIPEDIA